Offene Bildungsmaterialien erstellen

Ausgangspunkte zur Erstellung

OER-Planungshilfe

Fünf Schritte zur Erstellung

Die Erstellung von Materialien, wie z.B. Skripte, Arbeitsblätter, Lehrvideos und Co., gehört zur Hauptaufgabe von Lehrenden. Alle diese Bildungsmaterialien können entweder OER-konform umgewandelt oder komplett neu erstellt werden. Auf dieser Seite erhalten Sie Hinweise zur Erstellung eigener OER.

Neben Informationen zu den Ausgangspunkten zur Erstellung von OER finden Sie hier unsere webbasierte OER-Planungshilfe sowie einen in fünf Schritte dargestellten Workflow zur Erstellung von offenen Bildungsmaterialien.

Haben Sie darüber hinaus Fragen? Dann schauen Sie in unserer wöchentlichen Sprechstunde dem twillo-Thursday vorbei! Diesen können Sie ganz bequem online und ohne Voranmeldung besuchen.

Die Ausgangspunkte zur Erstellung von OER

Neu erstellen oder auf OER aufbauen

Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob Sie Ihre OER komplett neu oder auf Grundlage bereits bestehender OER erstellen möchten. Im Planungsprozess eigener offener Bildungsmaterialien kann oftmals passendes Material in OER Repositorien gefunden werden.

Bei der Vermischung mit bereits bestehenden OER können Sie selbst entscheiden, welchen Anteil Sie an Ihrer OER ausmachen:

a

OER remixen

Wenn Sie auf OER aufbauen oder eigene Inhalte damit anreichern, spricht man von Remixen.

b

OER anpassen

Wenn Sie nur geringfügige Änderungen an der OER vornehmen, um sie für Ihren Lehrkontext zu modifizieren, spricht man von Anpassen.

c

OER-Sammelwerke

Auch aus dem reinen Arrangieren (Auswahl und Anordnung) von mehreren bereits bestehenden OER kann ein neues offenes Bildungsmaterial entstehen: ein Sammelwerk. Allerdings muss die Zusammenstellung trotz der darin enthaltenen selbstständigen Elemente eine Schöpfungshöhe erreichen.

OER-Planungshilfe

Nutzen Sie zur Erstellung von OER einfach unsere Planungshilfe. Damit generieren Sie in wenigen Schritten einen individuellen Leitfaden, der bei der Erstellung von offenen Bildungsmaterialien unterstützt. Entsprechend Ihrer Auswahl erhalten Sie formale und didaktische Gestaltungshinweise sowie Hinweise zu Lizenzangaben.

Fünf Schritte zur Erstellung von offenen Bildungsmaterialien

Die Erstellung von OER erfolgt außerhalb von twillo. Wir haben für Sie einen Workflow beschrieben, der bei der Erstellung von offenen Bildungsmaterialien unterstützt.

Hand mit Stift, die Vorhaben skizziert

1. Vorhaben skizzieren

Überlegen Sie zunächst, was Sie erstellen wollen. Welche Inhalte und Medienformate für Ihre Zielgruppe geeignet sind. Gibt es vielleicht bereits geeignete Bildungsmaterialien, auf denen Sie aufbauen bzw. die Sie mit einbeziehen möchten? Auch Überlegungen zu didaktischen Gestaltungsmitteln, etwa Strukturierung und ggf. Navigation, sollten bei der Planung miteinbezogen werden. Machen Sie sich auch Gedanken über einen präzisen und aussagekräftigen Titel, der die Auffindbarkeit Ihres Materials erhöht.

2. Werkzeug wählen

Überlegen Sie mit welchen Anwendungen Sie Ihre Materialien erstellen wollen. Sollten Sie sich entscheiden, fremde Dienste bei der Erstellung zu verwenden, prüfen Sie vorab, ob die Lizenzierung möglich ist.

3. Lizenz sichtbar machen

Neben der maschinellen Auslesbarkeit der Lizenzen, die Sie auf twillo im Einstellungsprozess ermöglichen, sollten Sie die Lizenzhinweise bereits bei der Erstellung deutlich sichtbar auf Ihrem Bildungsmaterial angeben.

Twillo nutzt das Lizenzsystem Creative Commons und empfiehlt folgende Hinweise zu beachten:

• Wenn Sie Ihr Material auf OER anderer aufbauen, halten Sie sich bei der Lizenzangabe möglichst an die TULLU-Regel: Titel, Urheber:in, Lizenz, Link (auf den Lizenztext), Ursprungsort. Wenn die Materialien unter der CC-Version 4.0 stehen, können Sie auf die Nennung des Titels verzichten.

• Nutzen Sie Version 3.0 Deutschland geben Sie Ihrem Material einen (kurzen) prägnanten Titel. Dieser wird dann immer verpflichtend mitgeführt.

• Haben Sie sich für die Bedingung der Namensnennung entschieden, geben Sie als Lizenzgeber:in an, in welcher Weise die Namensnennung (z.B. Ihr Name oder Ihre Institution) erfolgen soll.

• Verwenden Sie fremde Materialien oder Inhalte, geben Sie die Lizenzangaben so nah wie möglich an diesen Werken an. Alternativ können Sie unter ihrem Werk einen Satz platzieren, der darauf hinweist, dass alle Materialien, „sofern nicht anders angegeben“, von Ihnen stammen und den zu verwendenden Lizenztext einfügen.

• Verwenden Sie gemeinfreie Materialien oder Inhalte, machen Sie es ebenfalls kenntlich, sodass Nachnutzende ohne großen Prüfungsaufwand nachnutzen und ggf. korrekte Angaben zur weiteren Nachnutzung machen können.
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4. Offen speichern

Stellen Sie Ihr Bildungsmaterial in einem möglichst offenen Dateiformat bereit, indem Sie leicht versionierbare und editierbare Dateiformate beim Speichern wählen. So können Inhalte einfacher von anderen Lehrenden nachgenutzt werden.

3 Kriterien für offene Dateiformate sind:

Offener Standard
Materialien mit offenem Standard lassen sich einfach weiterbearbeiten, da die meisten Dateien durch Open Source Software geöffnet und angepasst werden können und keine proprietäre Software gekauft werden muss.

Editierbarkeit
Editierbare Dateiformate erlauben die direkte Anpassung und Weiterentwicklung der Materialien. So lässt sich zum Beispiel ein PDF nur umständlich weiterbearbeiten.

Versionierbarkeit
Versionierbare Dateiformate ermöglichen es, alle an dem Material vorgenommenen Änderungen zu dokumentieren, nachvollziehbar und sogar einfach rückgängig zu machen.

Formate, welche alle drei Aspekte erfüllen, sind zum Beispiel: .csv, .txt, .tex, .html, .md, .svg. Gängige Formate, die einen Punkt weniger erfüllen, sind zum Beispiel:

• .docx, .xlsx, .ppsx, .pptx (Office Open XML für Microsoft-Office Dateien)

• .odt, .ods, .odg, .odp (Open Document Format der Open-Office Dateien)
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Die 3 Kriterien für offenen Dateiformate

3. Lizenz sichtbar machen

Neben der maschinellen Auslesbarkeit der Lizenzen, die Sie auf twillo im Einstellungsprozess ermöglichen, sollten Sie die Lizenzhinweise bereits bei der Erstellung deutlich sichtbar auf Ihrem Bildungsmaterial angeben.

Twillo nutzt das Lizenzsystem Creative Commons und empfiehlt folgende Hinweise zu beachten:

• Wenn Sie Ihr Material auf OER anderer aufbauen, halten Sie sich bei der Lizenzangabe möglichst an die TULLU-Regel: Titel, Urheber:in, Lizenz, Link (auf den Lizenztext), Ursprungsort. Wenn die Materialien unter der CC-Version 4.0 stehen, können Sie auf die Nennung des Titels verzichten.

• Nutzen Sie Version 3.0 Deutschland geben Sie Ihrem Material einen (kurzen) prägnanten Titel. Dieser wird dann immer verpflichtend mitgeführt.

• Haben Sie sich für die Bedingung der Namensnennung entschieden, geben Sie als Lizenzgeber:in an, in welcher Weise die Namensnennung (z.B. Ihr Name oder Ihre Institution) erfolgen soll.

• Verwenden Sie fremde Materialien oder Inhalte, geben Sie die Lizenzangaben so nah wie möglich an diesen Werken an. Alternativ können Sie unter ihrem Werk einen Satz platzieren, der darauf hinweist, dass alle Materialien, „sofern nicht anders angegeben“, von Ihnen stammen und den zu verwendenden Lizenztext einfügen.

• Verwenden Sie gemeinfreie Materialien oder Inhalte, machen Sie es ebenfalls kenntlich, sodass Nachnutzende ohne großen Prüfungsaufwand nachnutzen und ggf. korrekte Angaben zur weiteren Nachnutzung machen können.

Weitere Hinweise zum Lizenzieren finden Sie hier auf unserer Seite Rechtliches.

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5. Qualität sichern

Stellen Sie außerdem die Qualität Ihres Bildungsmaterials sicher. Zu beachten sind hierbei besonders die inhaltliche Wiederverwertbarkeit, die fachwissenschaftliche Fundierung, das Design, eine Orientierungsstruktur wie auch didaktische Hilfestellungen und Transfermöglichkeiten.