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Was sind Lehr- und Lernvideos? Teil II: Formate und Verfahren

Bild von Sönke Hahn in Anlehnung an Sarah Brockmann, freigegeben unter CC 0 (1.0)

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Lehr- und Lern­vi­deos sind potente Grö­ßen in der moder­nen Lehre. Aber mit Micro-Lec­ture, Nug­get und Co.— um nur einige Bezeich­nun­gen auf­zu­grei­fen — dürf­ten die Begriffe in die­sem Feld nicht sel­ten für Stirn­run­zeln sor­gen. Um Über­sicht zu ver­schaf­fen und die Poten­ziale sowie Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Videos in der Lehre bes­ser zu erken­nen, stel­len wir Lehr- und Lern­vi­deo-For­mate vor — in einem Span­nungs­feld zwi­schen Inten­tion bzw. For­ma­ten und Ein­satz fin­den­der Tech­nik, Ver­fah­ren zur Rea­li­sa­tion sowie Pro­duc­tion Values.


Das letzte Mal 
haben wir eine grund­le­gende Defi­ni­tion von Lehr- und Lern­vi­deos vor­ge­nom­men, wir haben vier Cha­rak­te­ris­tika iden­ti­fi­ziert: Lehr- und Lern­vi­deos sind eine ggf. zeit­lich und ört­lich unab­hän­gig abruf­bare, didak­tisch auf­be­rei­tete und ein­zu­ord­nende Audio­vi­sua­li­sie­rung. Wir haben eine didak­ti­sche Ein­ordung vor­ge­nom­men, dabei umris­sen, wie und in wel­chen Sze­na­rien Videos ein­setz­bar sind. Wir haben mit den so genann­ten Mul­ti­me­dia-Prin­zi­pien einen Ori­en­tie­rung bie­ten­den Kata­log ken­nen gelernt, um die Gestal­tung von Videos mit Blick auf das Ler­nen zu opti­mie­ren. Nun wol­len wir uns kon­kret den bereits ange­ris­se­nen 2 + 1 Kate­go­rien im Feld von Lehr- und Lern­vi­deos wid­men — Vor­le­sung und (Fach-)Vortrag auf Video (live, als Auf­zeich­nung), Erklär­vi­deos und Demons­tra­ti­ons­vi­deos — und diese in Bezug zu Pro­duk­ti­ons­for­men set­zen.


Illustration: Unsortierte Medieninhalte links unter drei Säulen, rechts geordnet in drei beschriftete Kategorien – „Vortrags-/Vorlesungsvideos“, „Erklärvideos“ und „Demo-Videos“. Symbolisiert den Übergang von ungeordnetem Material zu strukturierten Formatkategorien.

Die eine Seite der Medaille: Die drei For­mat-Kate­go­rien — nun geht es u. a. um die For­mate inner­halb die­ser Kate­go­rien
Bild von Sönke Hahn, frei­ge­ge­ben unter CC 0 (1.0)


Zunächst wol­len wir die drei Säu­len inner­halb des Medi­ums Film ver­or­ten. Daran anschlie­ßend wol­len wir inner­halb die­ser drei Säu­len kon­kret For­mate beschrei­ben. Und diese anschlie­ßend Ein­satz fin­den­der Tech­ni­ken und Ver­fah­ren gegen­über­stel­len. Diese Ver­fah­ren und Tech­ni­ken mar­kie­ren die zweite Seite der Medaille im Span­nungs­feld Lehr- und Lern­vi­deo — wir haben sie bereits mit Kon­zep­ten wie Ani­ma­tio­nen oder Screen­casts gestreift.


Illustration: Eine Filmrolle verbindet zwei Bereiche. Links: Vorlesung/Vortrag, Erklärvideos, Demonstrationsvideos. Rechts: Studio, Screencast, u. v. m. – symbolisiert die zwei Seiten des Feldes Lehr- und Lernvideos, die in der Serie näher betrachtet werden.

Uns aus dem ers­ten Teil die­ser Blog-Serie ver­traut: Das Feld der Lehr- und Lern­vi­deos ins­ge­samt — nach­fol­gend wer­den beide Sei­ten ver­tie­fend bestimmt.
Bild von Sönke Hahn, frei­ge­ge­ben unter CC BY 4.0


Als Nut­zungs­hin­weis sei den Aus­füh­run­gen vor­an­ge­stellt: Sicher­lich emp­fiehlt sich zum Ein­stieg, um Hin­ter­grund­wis­sen zu ergat­tern, sich der Über­sicht der For­mate und Ver­fah­ren im Gan­zen zu wid­men. Den­noch ließe sich, und daher schließt das Inhalts­ver­zeich­nis nun an, auch gezielt nach kon­kre­ten For­ma­ten suchen bezie­hungs­weise dahin­ge­hen­des Wis­sen direkt anwäh­len.

Einordnung der Formate von Lehr- und Lernvideos in das Feld des bewegten Bildes

Um die im ers­ten Teil die­ses Blog-Bei­trags voll­zo­gene, und zwar grund­le­gende Defi­ni­tion sowie die dort ange­ris­se­nen Typen-Kate­go­rien im Feld der Lehr- und Lern­vi­deos — Vor­le­sung, Erklär­vi­deos, Demons­tra­ti­ons­vi­deo — zu ver­fei­nern, For­mate zu benen­nen, lohnt es sich, kurz das bewegte Bild ins­ge­samt zu betrach­ten. So kön­nen Lehr- und Lern­vi­deos in einen grö­ße­ren Zusam­men­hang, das Medium Film, ein­ge­ord­net wer­den.

Zu den zu „wich­tigs­ten Unter­schei­dungs­kri­te­rien“ (Kamp 2017: 142) in der Ein­tei­lung des beweg­ten Bil­des zählt die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen „fik­tio­nal“ und „nicht-fik­tio­nal“. Mit „fik­tio­nal“ sind sze­ni­sche Pro­duk­tio­nen gemeint, „nicht-fik­tio­nal“ meint die doku­men­ta­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem, was umgangs­sprach­lich Wirk­lich­keit oder Rea­li­tät genannt wird (Kamp 2017: 142 f.). Das Ansin­nen nicht-fik­tio­na­ler For­mate ist es, sach­lich, über­sicht­lich und deut­lich Sach­ver­halte und deren Facet­ten zu zei­gen oder sie dem Publi­kum zugäng­lich zu machen (Kamp 2017: 145). Lehr- und Lern­vi­deos dürf­ten also for­mal dem nicht-fik­tio­na­len Kom­plex zuge­hö­rig gel­ten.

Die genannte Unter­schei­dung gelingt in der Pra­xis kaum über­schnei­dungs­frei — auch Lehr- und Lern­vi­deos betref­fend. Darum haben wir von „for­mal“ gespro­chen. Denn Fik­tio­na­les setzt sich natür­lich, wenn auch auf einer ande­ren, einer inhalt­li­chen Ebene ebenso wie Nicht-Fik­tio­na­les mit Wirk­lich­keit aus­ein­an­der: Selbst ein Sci­ence-Fic­tion-Film kann (und muss) sich (um ein Publi­kum zu fin­den) mit The­men aus unse­rem All­tag beschäf­ti­gen, sich mit gesell­schaft­li­chen Pro­ble­men der Gegen­wart aus­ein­an­der­set­zen — trotz (oder gerade wegen) des Umwegs über eine ima­gi­nierte Zukunft. Eine Abs­trak­tion kann also durch­aus Poten­ziale bie­ten, durch Distanz sich einem Thema zu nähern — in der Lehre, in audio­vi­su­el­len For­ma­ten.

Inso­fern, aber auch dar­über hin­aus soll­ten die fol­gen­den For­mate hin­sicht­lich der Kon­zep­tion und Pro­duk­tion von Lehr- und Erklär­vi­deos gar nicht als unum­stöß­lich ver­stan­den und ent­spre­chend genutzt wer­den. Denn ein Blick „über den Tel­ler­rand“ kann Inspi­ra­tio­nen lie­fern — den im ers­ten Teil diese Blog-Bei­trags ange­ris­se­nen Mul­ti­me­dia­prin­zi­pien ent­spre­chend: Spiel­film­se­quen­zen ver­mö­gen, Insze­nier­tes ver­mag, soweit mög­lich aus der Sach­lage abge­lei­tet, Geschichts­do­ku­men­ta­tion anzu­rei­chern (≈ Ree­nact­ment — Kamp 2017: 149), sodass eigent­lich „nur“ ver­bale Infor­ma­tio­nen ver­an­schau­licht wer­den kön­nen (Kamp 2017: 145). Eine ver­an­schau­li­chende Story kann, Ava­tare, das Auf­tre­ten der refe­rie­ren­den Per­son kön­nen eben­falls die neu­trale Ver­mitt­lung eines Sach­ver­hal­tes unter­stüt­zen und Bin­dung zum Sach­ver­halt sei­tens des Publi­kums, in unse­rem Fall ler­nen­der Men­schen, begüns­ti­gen (≈ Per­so­na­li­sie­rungs­prin­zip).

Wir haben mit Story, auf­tre­ten­den Refe­rie­ren­den bereits über inhalt­li­che Poten­ziale des beweg­ten Bil­des hin­aus soeben for­male Aspekte berührt. Auch in Bezug auf Form und Inhalt muss (mit Blick auf den ers­ten Bei­trag inner­halb die­ser Blog-Serie: erneut) fest­ge­hal­ten wer­den, dass diese prak­tisch untrenn­bar sind. So dürfte es ein Poten­zial des Films, ver­stan­den als soge­nannte Live-Action-Foo­tage oder Real­foo­tage, sein, dass er The­men dem ers­ten Blick nach so abbil­den kann, „wie sie sind“. (Der Voll­stän­dig­keit hal­ber: Es darf aller­dings nicht dem erfah­rungs­ge­mäß ver­brei­te­ten Irr­tum auf­ge­ses­sen wer­den, dass foto­rea­lis­ti­sche Abbil­dun­gen gleich Wahr­heit oder Wirk­lich­keit sind. Jedes Medium hat Eigen­ar­ten und so ist auch eine fil­mi­sche Ein­stel­lung immer nur ein Aus­schnitt, der mehr oder min­der bewusst gewählt ist und damit auch immer die eine Infor­ma­tion weg­lässt, weg­fal­len las­sen muss zu Guns­ten einer ande­ren Infor­ma­tion.)

Hin­ge­gen wür­den Ani­ma­tio­nen (abseits foto­rea­lis­ti­scher, heute häu­fig com­pu­ter­ge­nerier­ter For­men) sich eher zur Dar­stel­lung kom­ple­xer Sach­ver­halte eig­nen: „In die­sem Zusam­men­hang hat sich gezeigt, dass eine sche­ma­ti­sche Ver­ein­fa­chung von visu­el­len Lern­in­hal­ten im Ver­gleich zu rea­lis­ti­schen Dar­stel­lun­gen dem kon­zep­tu­el­len Wis­sens­er­werb zuträg­lich ist“ (Merkt/Schwan 2018: 2). Sol­len die dar­ge­stell­ten Inhalte aller­dings in der rea­len Welt wie­der­erkannt wer­den (medi­zi­ni­sche Werk­zeuge etc.), soll­ten rea­lis­ti­sche Bil­der in Erwä­gung gezo­gen wer­den (Merkt/Schwan 2018: 2). Der Abs­trak­ti­ons- oder Rea­lis­mus­grad eines Lehr- und Lern­vi­deos ist also von Fall zu Fall abzu­wä­gen.

Aber die besagte theo­re­ti­sche Unter­schei­dung in Fik­tion und Nicht-Fik­tion wird alleine dadurch auf­ge­weicht, dass die Doku­men­ta­tion als bestimmte Form zu den doku­men­ta­ri­schen bzw. nicht-fik­tio­na­len For­ma­ten (etwa bei Kamp 2017: 148 f.) zählt. Die Doku­men­ta­tion ist also eine Unter­form des Doku­men­ta­ri­schen. Oder kon­kre­ter und als Vor­griff kann einen Screen­cast sowohl doku­men­ta­ri­scher Natur als auch über Instruk­tio­nen hin­aus wer­ben­der Fas­son sein ≈ Ein­blick in eine Soft­ware vor Kauf der­sel­ben. Auf Bil­dung über­tra­gen kann, wenn auch sicher­lich nicht unbe­dingt poten­zi­ell rei­ße­ri­scher Natur, auf die­sem Wege ein Sach­ver­halt, eine Methode etc. ana­log „schmack­haft“ gemacht wer­den. Es emp­fiehlt sich, ohne die heh­ren Ziele der Lehre aus den Augen zu ver­lie­ren, durch­aus die in den Fel­dern Bil­dung und „Kom­merz“ ein­an­der grund­le­gend ähn­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­cha­nis­men zu ken­nen und ggf. zu berück­sich­ti­gen.

Ebenso als viel­schich­tig dürf­ten sich hin­sicht­lich Fik­tion und Nicht-Fik­tion Indus­trie­filme und Image­filme erwei­sen: Tech­ni­sche Aspekte oder Funk­tio­nen sol­len einer­seits nüch­tern erklärt wer­den, ande­rer­seits sol­len diese For­mate oft ein Pro­dukt anprei­sen (Kamp 2017: 150). Ein Image­film kann ins­ge­samt und nicht nur ein Teil sei­nes Auf­baus als Teaser ver­stan­den wer­den, der Lust auf mehr machen soll (Kamp 2017: 150). Dabei berüh­ren wird eine auch in Lehr- und Lern­vi­deos Anwen­dung fin­dende, dem Zeit­geist ent­spre­chende, eigent­lich alte Methode zum Auf­bau vom Fil­men bzw. Geschich­ten auch jen­seits des beweg­ten Bil­des: Gemeint ist der Teaser bzw. das Cold Open, etwas, das Hook genannt wird und einen Ein­stieg in medias res ermög­li­chen soll. Der von der pro­du­zie­ren­den Per­son gestal­tete, unmit­tel­bare Zugang soll das Inter­esse wecken und/oder über das Kom­mende und des­sen Mehr­wert auf­klä­ren, sodass ange­sichts eines media­len Rau­schens oder Über­an­ge­bo­tes wahr­schein­li­cher sei­tens eines Publi­kums „dran­ge­blie­ben“ wird — auch hin­sicht­lich Lehr- und Lern­vi­deos.

Die zwei Seiten der Medaille im Feld Lehr- und Lernvideos

Obschon der mit Blick auf die Begriffe (im ers­ten Teil die­ses Blog-Bei­trags sowie eben bei der Unter­schei­dung in Fik­tion und Nicht-Fik­tion) abseh­ba­ren Unschärfe in der Defi­ni­tion der For­mate von Lehr- und Lern­vi­deos ist eine Unter­tei­lung in ver­schie­dene For­mate sinn­voll. Denn so kann einen Über­blick geschaf­fen wer­den. Diese For­mate sind besagte erste Seite der Medaille.

Um aber der offen­ba­ren Viel­schich­tig­keit des Kom­ple­xes Lehr- und Erklär­vi­deos Aus­druck zu ver­lei­hen, set­zen wir den Lehr- und Lern­vi­deo-For­ma­ten einen zwei­ten Pol gegen­über — als zweite Seite der Medaille. Auch die­ses zweite Feld ist uns wie gesagt bereits im ers­ten Teil der Blog-Serie mit dem Ver­weis auf die in der Video­pro­duk­tion zur Anwen­dung kom­men­den Mit­tel (Ani­ma­tion, Screen­cast …) begeg­net.

Im Fol­gen­den gehen wir also einer­seits von den unter­schied­li­chen For­ma­ten bzw. damit oft ein­her­ge­hen­den Rol­len der Autor:innen aus — Sie als pro­du­zie­rende Per­son bzw. Ihre Absich­ten wäh­rend der Auf­be­rei­tung eines Sach­ver­hal­tes in Video­form ste­hen auf der einen Seite. Ande­rer­seits wer­den Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren bzw. die bei der Rea­li­sa­tion eines Films zur Anwen­dung kom­mende Tech­nik bzw. unter­schied­lich auf­wän­di­gen Ver­fah­ren Berück­sich­ti­gung fin­den.
Ins­ge­samt soll für ein in der Pla­nung und Pro­duk­tion von Lehr- und Lern­vi­deos wich­ti­ges Span­nungs­feld sen­si­bi­li­siert wer­den — ein Feld zwi­schen Öko­no­mie, Inten­tion sowie Kom­pe­ten­zen- und Res­sour­cen­lage.


Illustration: Eine Filmrolle verbindet zwei Seiten. Links deutlich hervorgehoben: Vorlesung/Vorträge, Erklärvideos, Demonstrationsvideos. Die rechte Seite mit Studio, Screencast und weiteren Formaten ist ausgegraut – Fokus liegt auf der linken Seite im Feld der Lehr- und Lernvideos.

Die erste Seite im Feld der Lehr- und Lern­vi­deos im Fokus
Bild von Sönke Hahn, frei­ge­ge­ben unter CC BY 4.0


Seite 1: Formate und Intentionen

An die­ser Stelle begeg­nen uns die bereits mehr­fach genann­ten drei For­mat­ka­te­go­rien — Vorlesung/Vortrag, Erklär­vi­deo, Demons­tra­ti­ons­vi­deo. Wir haben sie bereits im ers­ten Teil die­ses Blog­ein­trags ein­ge­führt. Soweit mög­lich und sinn­voll spe­zi­fi­zie­ren wir im Fol­gen­den diese drei Säu­len. Als Ober­be­griff fun­giert wei­ter­hin das Begriffs­paar Lehr- und Lern­vi­deo.

Aufzeichnung von Vorlesungen und Vorträgen

Wie ange­kün­digt, las­sen sich die Pole im Span­nungs­feld von Lehr- und Lern­vi­deos nicht strikt von­ein­an­der tren­nen. Und so bie­tet es sich auch hier an, diese erste For­mat­ka­te­go­rie im Feld der Lehr- und Lern­vi­deos mit einem Blick auf die Pro­duk­ti­ons­per­spek­tive zu erläu­tern. Dabei las­sen sich drei For­men unter­schei­den:

  • Mit­schnitt einer vor Prä­senz­pu­bli­kum gehal­te­nen Vor­le­sung oder eines Vor­tra­ges — als Datei oder direkt via Stream live über­tra­gen. Die­ses wird auch als „Live Digi­ti­zed Lec­ture“ bezeich­net (Per­sike 2019: 4).
  • Aus­strah­lung eines Vor­tra­ges aus einem Stu­dio, der wie­derum live gestreamt und/oder auf­ge­zeich­net wird, zum spä­te­ren Abruf (Zwei bis drei Flie­gen …).
  • eine vor­pro­du­zierte Ein­heit, ohne Live-Strea­ming. Die­ses Ver­fah­ren wird auch als „E‑Lecture“ (Per­sike 2019: 5, Har­der o. J.: 103) bezeich­net: Sie kön­nen oder soll­ten hoch­wer­ti­ger Natur sein. Zudem gel­ten sie gegen­über dem Mit­schnitt einer Lehr­ver­an­stal­tung als kür­zer und fokus­sier­ter (Per­sike 2019: 5, Har­der o. J.: 103).

Die Auf­zeich­nun­gen gan­zer Vor­le­sung bie­ten das Poten­zial, zeit­lich und räum­lich unab­hän­gig einer Ver­an­stal­tung bei­zu­woh­nen. Auch bie­tet sich beim Rezi­pie­ren didak­tisch der Vor­teil, dass das Mate­rial gestoppt oder immer wie­der betrach­tet wer­den kann (Rosen­baum 2018: o. S.). Die Auf­zeich­nung bie­tet nach­be­rei­tende Poten­tiale (Aldrian 2019: 5), falls refe­rierte Inhalte der Live-Vor­le­sung oder Prä­senz­vor­le­sung ver­tieft oder wie­der­holt wer­den müs­sen. Anders ver­hält es sich bei Live-Vor­trä­gen, die als Stream aus­ge­strahlt wer­den. Diese sind, soweit keine spä­tere Ver­öf­fent­li­chung bzw. Auf­zeich­nung vor­ge­se­hen ist, aber wei­ter­hin orts­un­ab­hän­gig ein­seh­bar, sodass kein Zusam­men­kom­men, in natura, vor Ort, in Prä­senz not­wen­dig wird.

Der Mit­schnitt einer Prä­senz­ver­an­stal­tung erlaubt — aus Sicht Leh­ren­der — ten­den­zi­ell eine lang­fris­tige Nut­zung ein und der­sel­ben Ver­an­stal­tung ≈ Effi­zi­enz. Aller­dings kann je nach Res­sour­cen­lage eine mit­ge­filmte Ver­an­stal­tung in Sachen Bild und Ton unge­schlif­fen wir­ken und nicht immer ideal nach­voll­zieh­bar sein: „Neben­bei“ abge­filmte, per Pro­jek­tor vor Ort ein­ge­brachte Folien kön­nen in der Video­da­tei unle­ser­lich wer­den — ins­be­son­dere, wenn das Gesche­hen aus der Distanz ohne zweite, nahe Kame­ra­ein­stel­lung, ohne Zoom etc. ein­ge­fan­gen wird. Zur wei­te­ren Benut­zung kann also die Bear­bei­tung des Videos ange­bracht sein, um Län­gen oder Unklar­hei­ten zu kom­pen­sie­ren. Aller­dings sollte dabei kein Fli­cken­tep­pich ent­ste­hen — eine nach­träg­li­che ein­ma­lige Ein­blen­dung einer Folie, ansons­ten „nur“ eine Sicht­weise auf Raum, Folien und refe­rie­ren­den Per­son, dürfte für mehr Irri­ta­tion denn Sinn sor­gen.

Ins­ge­samt sei — trotz aller öko­no­mi­schen Poten­ziale nach dem Motto „Zwei Flie­gen mit einer Klat­sche“ — dar­auf ver­wei­sen, dass eine E‑Lecture und ein Prä­senz­vor­trag quasi unter­schied­li­che Medien sind, es sich um zwei Medi­en­for­men im Feld Vor­trag etc. han­delt: Die Dyna­mik in Prä­senz, die kör­per­li­che Wir­kung der refe­rie­ren­den Per­son auf ein Publi­kum vor Ort geht im Mit­schnitt, anhand der aus­schnitt­haf­ten Kadrie­rung ten­den­zi­ell ver­lo­ren — ähn­lich wie die Les­bar­keit der Folien im Rah­men eines aus der Distanz, aus dem hin­ter Bereich des Raums gefilm­ten Videos ris­kiert wird. Moderne Web­cams mit Autotracking‑, ‑Schwenk und ‑Zoom-Funk­tio­nen kön­nen diese Dif­fe­ren­zen in Tei­len kom­pen­sie­ren, als dass die Kamera Ihnen als refe­rie­ren­der Per­son auto­ma­tisch folgt und sie per Geste, also ohne zusätz­li­che Hilfs­kräfte, gesteu­ert, etwa gezoomt, wer­den kann. Den­noch bleibt es dabei, dass die per Bea­mer ein­ge­brach­ten Folien nur bedingt les­bar sein kön­nen: Es bedarf also bei Live-Über­tra­gung einer Prä­senz­ver­an­stal­tung einer Foli­en­ge­stal­tung mit gro­ßer Schrift und wenig Text. Es kann zusätz­lich der par­al­le­len Frei­gabe der Mate­ria­lien z. B. über die Funk­tion Bild­schirm­tei­len einer Kon­fe­renz­soft­ware bzw. eines even­tu­ell nach­träg­li­chen Ein­bin­dens der Folien in der Post­pro­duk­tion bedür­fen. In die­sem Sinne ist also kei­nem der bei­den Medien voll­ends gerecht zu wer­den. Inso­fern unter­schei­den sich in Pla­nung, Umset­zung und Rezep­tion Live-Vor­träge vor Ort von jenen via Stream. Und beide Fel­der sind von vor­pro­du­zier­ten Inhal­ten zu unter­schei­den:

Eine vor­pro­du­zierte Lehr­ein­heit weicht vom Kon­zept der „meh­re­ren Flie­gen“ ab. Zunächst wird dabei ein Vor­trag meist ohne Publi­kum rea­li­siert. Dabei bie­tet sich hier die Chance, audio­vi­su­ell hoch­wer­ti­ger zu agie­ren: Statt aus der Distanz gefilmt und womög­lich mit fest in der Kamera ver­bau­ten Mikro­fon ein­ge­fan­gen kann akus­tisch klar, weil Ansteck­mi­kro und/oder Ton­an­gel nut­zend, mit dem wäh­rend des Drehs ima­gi­nier­ten Publi­kum auf der ande­ren Seite der Linse (dem Anschein nach) inter­agiert wer­den. Dabei kann der oder die Refe­rie­rende stär­ker in den Fokus gerückt wer­den. So kann mit dem (spä­te­ren) Publi­kum eine engere Bezie­hung erreicht wer­den. Dabei kann auch eine Bin­dung zum ver­mit­teln­den Sach­ver­halt begüns­tigt wer­den (≈ Per­so­na­li­sie­rungs­prin­zip). Ohne­hin kön­nen Pas­sa­gen bei Miss­fal­len wie­der­holt, erneut auf­ge­nom­men wer­den. Obacht: Ein zu trai­nier­ter, gesto­che­ner Sprach­stil wirkt künst­lich und kann die Bin­dung im Sinne des Per­so­na­li­sie­rungs­prin­zips stö­ren. Per Schnitt oder Bild­tei­lung (Bild in Bild, Split Screen etc.) kön­nen die Folien hoch­auf­lö­send mit dem Mate­rial der refe­rie­ren­den Per­son kom­bi­niert wer­den. Und selbst, wenn nur eine Kamera zur Ver­fü­gung steht, kann ein zur Abwechs­lung und auch didak­tisch sinn­vol­ler Wech­sel von Ein­stel­lun­gen voll­zo­gen wer­den: Die Auf­zeich­nung erlaubt Unter­bre­chung zum Umbau, sodass even­tu­ell Wich­ti­ges aus naher Ein­stel­lungs­größe hin­zu­ge­fügt und für Leh­rende bes­ser nach­voll­zieh­bar wer­den kann.

Als Hybrid ent­puppt sich das auf­ge­zeich­nete Live-Strea­ming in Stu­dio-Ambi­ente. Zunächst pro­fi­tiert die­ses Ver­fah­ren ohne Publi­kum von einer bes­se­ren Aus­leuch­tung und mehr Augen­kon­takt mit dem vir­tu­el­len Zuschau­er­schaft. Hier wür­den — wollte man ver­schie­dene Ein­stel­lungs­grö­ßen wäh­rend der Live-Schal­tun­gen nut­zen — auto­ma­ti­sierte, per Geste steu­er­bare Kame­ras, meh­rere Kame­ras oder Hilfs­kräfte not­wen­dig wer­den. Aller­dings: Mögen Pat­zer und even­tu­elle Län­gen wäh­rend des Live-Strea­mings „gesche­hen“ sein, kann das aus­ge­zeich­nete Mate­rial dazu die­nen, nach­träg­lich eine Straf­fung, gar — durch die gleich­blei­bende Stu­dio-Situa­tion — ein par­ti­el­les Neu­ein­spre­chen etwa­iger Pas­sa­gen vor­zu­neh­men, ohne dass dies dem die Video­da­tei rezi­pie­ren­den Publi­kum auf­fal­len muss.

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber sei auf den Video-Pod­cast ver­wie­sen. Er gilt als Unter­form der E‑Lecture (Per­sike 2019: 5). Beim Video-Pod­cast han­delt es sich zunächst um einen mit wenig Auf­wand pro­du­zier­ten Vor­trag, der ohne große Bild­wech­sel eine Per­son oder einen Aus­tausch meh­re­rer Per­so­nen zu einem bestimm­ten Thema (— ähn­lich auch einem Inter­view) ein­fängt. Dabei kann ein Flip­chart oder ein White­board Ein­satz fin­den. Auf die­sem wer­den The­men ggf. im (simu­lier­ten) Dia­log mit dem vir­tu­el­len Publi­kum erar­bei­tet. Als Set­ting der „Dreh­ar­bei­ten“ kön­nen der „gewohnte“ Unter­richts­raum oder ein Büro die­nen. Aller­dings sind die Über­gänge zu auf­wen­di­ger Gestal­tungs­an­sät­zen (— Stu­dio) und ande­ren For­ma­ten flie­ßend. Ähn­lich rein akus­ti­scher Pod­casts und des­sen Über­gänge zum Hör­spiel kön­nen z. B. musi­ka­li­sche, vor­pro­du­zierte, gar insze­nierte Inhalte im Nach­gang (geplant) ergänzt wer­den.

Erklärvideos

Die eine Defi­ni­tion für Erklär­vi­deos, das dürfte bereits im ers­ten Teil des Blog-Bei­trags deut­lich gewor­den sein, gibt es nicht. Zwei­fel­los sind Erklär­vi­deos kür­zer gegen­über einem Mit­schnitt einer Vor­le­sung; gegen­über einer auf­ge­zeich­ne­ten Prä­senz­ver­an­stal­tung dürf­ten sie mehr Auf­be­rei­tung erfah­ren, was Ani­ma­tio­nen, Musik, Über­gänge anbe­trifft. Letzt­lich kann von einer Länge zwi­schen 1—20 Minu­ten aus­ge­gan­gen wer­den (Har­der o J.: 103. und Ebner/Schön 2017: 3). Das die­sen zwei­ten Teil des Blog-Bei­trags ein­lei­tend ange­ris­sene „Nug­get“ kann als sehr kurze (nicht nur) video­gra­fi­sche Lehr­ein­heit ver­stan­den wer­den. Es dürfte sich daher die­ser For­mat-Kate­go­rie zuord­nen las­sen. Ins­ge­samt dürf­ten in die Kate­go­rie Erklär­vi­deo fal­lende, und zwar klas­si­sche For­mate — Repor­tage, Bericht etc. — in Ana­lo­gie zum Kino und Fern­se­hen wohl auch län­ger bzw. eine sol­che Länge aus der Gewohn­heit (wie­derum Kino, Fern­se­hen) Ler­nen­den ver­traut sein. Als Vor­griff auf einen Exkurs unten sollte das Kri­te­rium Zeit aller­dings nicht als defi­ni­ti­ves Merk­mal her­hal­ten, Lehr- und Lern­vi­deo zu unter­schei­den.

Bericht

Die­ses Kon­zept lässt sich im Feld des beweg­ten Bil­des vor allem mit Nach­rich­ten­sen­dun­gen des Fern­se­hens asso­zi­ie­ren (Kamp 2017, 146): In weni­gen Minu­ten soll hier ein Vor­gang, ein Sach­ver­halt ver­tieft wer­den. Fol­gende Struk­tur, die übri­gens auch im Zei­tungs­we­sen Ver­wen­dung fin­det, bie­tet sich dies­be­züg­lich an: Zunächst wird das Ereig­nis beschrie­ben. Dann wird aus­ge­führt, wie ist es dazu gekom­men ist, die Fol­gen wer­den benannt und schließ­lich das Resul­tat bewer­tet. (Kamp 2017: 146)

„Bewer­tung“ sagt es bereits: Der Autor oder die Autorin tritt hier in Erschei­nung, er oder sie ist gleich­sam um Sach­lich­keit bemüht (Kamp 2017: 146). Beab­sich­tigt wird damit eine gewisse Authen­ti­zi­tät oder Beweis­funk­tion — er, sie, div. ist „eben“ vor Ort. Über­dies: Der Bericht steht nicht nur in Ver­wandt­schaft zum Zei­tungs­ar­ti­kel, son­dern auch einer fil­mi­schen Stra­te­gie, dem Hook oder Haken näm­lich: Nach einem über­blick­haf­ten, infor­ma­ti­ven, gar fes­seln­den Ein­stieg „geht es los“, fol­gen Details.

Reportage

Repor­ta­gen zeich­nen sich durch eine offen­kun­di­gere, und zwar nar­ra­tive Note aus, inso­fern sie im Zuge einer authen­ti­schen Schil­de­rung das Publi­kum zum Mit­er­le­ben ani­mie­ren sol­len. Die Distanz zwi­schen Jour­na­lis­ten und dem Gezeig­ten ist hier gegen­über dem Bericht gerin­ger. Die „doku­men­tie­rende“ Per­so­nen ist bis­wei­len sogar in das Gesche­hen inte­griert, lei­det gar mit oder erprobt vor der Kamera Behan­del­tes. Diese Prä­senz wird unter­stri­chen, indem der oder die Reporter:in visu­ell öfter in Erschei­nung tritt, sich per­sön­lich und kom­men­tie­rend äußert. (Kamp 2017: 148)

Tipp

Grund­sätz­lich emp­fiehlt es sich einer­seits aus einem mitt­ler­weile kon­ven­tio­nel­len, all­seits wohl weit­rei­chend ver­in­ner­lich­ten Umstand her­aus, ande­rer­seits auf­grund der Wirk­sam­keit des „Mensch­me­di­ums“ min­des­tens bei län­ge­ren Lehr-und Erklär­vi­deos die vor­tra­gende Per­son „hin und wie­der“ im Bild erschei­nen zu las­sen / sie vor die Kamera tre­ten zu las­sen. So kann die Bin­dung zwi­schen vor­tra­gen­der Per­son und Publi­kum und damit auch das Ver­mit­teln etwa­iger Inhalte begüns­tigt wer­den (≈ Per­so­na­li­sie­rungs-Prin­zip). Ein­schrän­kend sei das „Kann“ beto­nend ergän­zend erwähnt, dass die For­schungs­lage zum Auf­tre­ten refe­rie­rende Per­so­nen unein­deu­tig ist — wir wer­den im drit­ten Teil die­ses Blog-Bei­trags dar­auf zurück­kom­men. Jeden­falls und als mög­li­cher Neben­ef­fekt: Auf­lo­cke­rung und Struk­tu­rie­rung sind (bei län­ge­ren Videos) mög­lich. Bei kur­zen, auf Instruk­tio­nen abzie­len­den Fil­men kann auf ein „per­sön­li­ches“ Auf­tre­ten ver­zich­tet wer­den (≈ Kohä­renz­prin­zip).

Dokumentationen

Doku­men­ta­tio­nen sind gegen­über Bericht und Repor­tage ana­ly­ti­scher auf­ge­stellt. In ihnen wird beson­ders der per­sön­li­che Abstand der Autorin oder des Autors gegen­über dem im Film behan­del­ten Sach­ver­halt betont. Mei­nun­gen sind in Doku­men­ta­tio­nen eher ein Tabu. Als zwei­tes Kri­te­rium für die Defi­ni­tion einer Doku­men­ta­tion kann die zeit­li­che Dif­fe­renz zwi­schen Ausstrahlung/Bereitstellung und dem in der Doku­men­ta­tion Behan­del­ten gel­ten. Die Doku­men­ta­tion kann bzw. sollte also eine gewisse Abge­schlos­sen­heit bie­ten, wobei sie einen Über­blick offe­riert. (Kamp 2017: 148 f.) Soge­nannte Lehr­filme gel­ten als doku­men­ta­risch und soll­ten max. 15 Minu­ten lang sein (Har­der o. J.: 103), obschon hier die begriff­li­che Unschärfe, der syn­onyme Gebrauch von „Film“ und „Video“, bedacht wer­den sollte.

Interviews

Die­ses For­mat beschreibt zunächst ein Mit­tel zum Zweck und ein Ele­ment, das sel­ten für sich steht bzw. in Kon­text mit wei­te­ren Bewegt­bil­dern genutzt wird: So kön­nen Inter­views Teil von Doku­men­ta­tio­nen oder Repor­ta­gen sein, um Betei­ligte etc. zu Wort kom­men zu las­sen. Sie bie­ten also Nähe, kön­nen Aus­sa­gen durch Zeugen:innen unter­mau­ern, es kann ein auf­lo­ckern­der, Auf­merk­sam­keit wie­der­ge­win­nen­der Rhyth­mus begüns­tigt wer­den. Ein für sich allein­ste­hen­des, etwa über ein Lern­platt­form abruf­ba­res Inter­view dürfte eine demons­tra­tive Note haben — im Sinne der Aus­füh­run­gen nach Per­sike (2019: 5). Es könnte also auch dem „+1“, der drit­ten von uns bestimm­ten For­mat­ka­te­go­rie zuge­ord­net wer­den.

Tutorials

Auf den Punkt, schnör­kel­los — so lässt sich die­ser Typus auf den ers­ten Blick beschrei­ben. Dahin­ge­hende Klas­si­ker sind Videos, die die Funk­tion einer Soft­ware ins­ge­samt oder nur einen Aspekt der­sel­ben erklä­ren. Sie sind rela­tiv kurz, oft nur wenige Minu­ten lang. Sicher­lich las­sen sich Tuto­ri­als daher mit dem nicht nur für bewegt­me­diale Lehr­ein­hei­ten Ver­wen­dung fin­den­den Begriff „Nug­get“ als Beschrei­bung einer kur­zen Lehr­ein­heit in Ver­bin­dung set­zen.

Diese Videos ste­hen oft nicht für sich selbst — gerade im Falle einer Soft­ware-Schu­lung. Sie kön­nen folg­lich in einen Hil­fe­be­reich einer Inter­net­prä­senz inte­griert, quasi Teil einer Serie sein. Oft wird hier sogar auf Musik ver­zich­tet. Um schnell auf den Punkt zu kom­men, wird nach kur­zer Titel­ta­fel sogleich mit einem Screen­cast (siehe unten) und Spre­chen­den­text begon­nen. Screen­casts einer Soft­ware, um einen Ein­blick in ein zu erler­nen­des Pro­gramm zu errei­chen, sei die kenn­zeich­nende Eigen­schaft eines Tuto­ri­als (Har­der o. J.: 103).

Auf den zwei­ten Blick, aber wei­ter­hin recht kurz müs­sen Onboar­ding-Videos als Tuto­ri­als ver­stan­den wer­den — zur Ein­füh­rung neuer Mit­ar­bei­ten­der oder zur Ein­stim­mung auf eine Lehr­ver­an­stal­tung. Aller­dings kön­nen sol­che Videos auf­wän­di­ger rea­li­siert wer­den — mit Musik, Ani­ma­tio­nen, also weit über einen Screen­cast hin­aus. Diese Schritte sind sogar sinn­voll, wenn das Video einen für Ihre Ver­an­stal­tungs­reihe wer­ben­den und die Ler­nen­den poten­zi­ell bin­den­den Cha­rak­ter haben soll. Sol­che und auch län­gere Tuto­ri­als, gar im Zusam­men­hang mit einer Serie meh­re­rer Lek­tio­nen, kön­nen mit einem Teaser (auch Hook, Cold Open) zum Ein­stieg und zur Fes­se­lung für die nach­fol­gen­den, län­ge­ren Inhalte begin­nen. Im Zuge einer Serie von Videos kann oder sollte gar eine Recap (die Reka­pi­tu­la­tion vor­her­ge­hen­der Schritte/Einheiten/Videos) ein­ge­bracht wer­den, um auf Sei­ten Ler­nen­der vor­han­de­nes Wis­sen zu reak­ti­ven, um ein Inter­vall zwi­schen den Ein­hei­ten und/oder dem Erschei­nen der Videos zu kom­pen­sie­ren. Je nach Form der Bereit­stel­lung (über gän­gige Platt­for­men oder via eines HP5-Plug­ins) kön­nen Kapi­tel­mar­ken gesetzt wer­den, sodass ein Recap über­sprun­gen wer­den kann. Dies kann sinn­voll sein, wenn das vor­her­ge­hende Video erst gerade betrach­tet wurde und/oder vor­her­ge­hende Inhalte noch prä­sent sind.

Län­gere Tuto­ri­als (oder gene­rell für sich ste­hende Doku­men­ta­tio­nen, Repor­tage etc.) kön­nen, soll­ten gar über ein die Stim­mung der Reihe, des Kur­ses etc. begüns­ti­gen­des oder zumin­dest wider­spie­geln­des, auf­wen­di­ge­res und damit auch län­ge­res Intro ver­fü­gen. Die­ses Intro mar­kiert, Intros im All­ge­mei­nen mar­kie­ren nicht nur ein kon­kre­tes Video, son­dern kön­nen eine Serie von Videos kenn­zeich­nen: Es wird auf den kom­men­den Duk­tus des Videos, der Serie oder gesam­ten Ver­an­stal­tungs­reihe, gar der leh­ren­den Per­son ein­ge­stimmt, Wie­der­erken­nung gebo­ten und damit eine Ver­bin­dung zu ande­ren Ein­hei­ten und dem glei­chen „Label“ geschaf­fen. Dies kann ein Dran­blei­ben begüns­ti­gen, aber auch der Ori­en­tie­rung Ler­nen­der die­nen.


Illustration einer Sanduhr, die schräg mit einem gelben Balken durchgestrichen ist. Daneben ein gelbes Fragezeichen. Symbolisiert die kritische Frage, ob sich Lehr- und Lernvideos sinnvoll nach ihrer Laufzeit kategorisieren lassen.

Las­sen sich Lehr- und Lern­vi­deos wirk­lich nach Lauf­zeit ein­tei­len? Mit Blick auf die Defi­ni­tio­nen ver­schie­de­ner For­mate: eher nicht …
Bild von Sönke Hahn, frei­ge­ge­ben unter CC BY 4.0


Exkurs: Wie lang ist zu lang? Zur Länge von Lehr- und Lernvideos

Grund­sätz­lich sollte fest­ge­hal­ten wer­den, Lehr- und Lern­vi­deos allein über ihre Lauf­zeit zu defi­nie­ren, ist wenig sinn­voll (Per­sike 2019: 10). Es gibt — wie sich bereits ange­deu­tet haben dürfte — viel zu viele Vari­an­ten und Misch­for­men zwi­schen ver­schie­de­nen For­ma­ten und Ver­fah­ren sowie nicht zuletzt Ver­wen­dungs­si­tua­tio­nen. Den­noch wol­len wir auf eine erfah­rungs­ge­mäß ver­brei­tete „Regel“ zur Länge von Videos ein­ge­hen: Die soge­nannte 6‑Mi­nu­ten-Regel sug­ge­riert, dass mit Beginn der sechs­ten Minute die Auf­merk­sam­keit sei­tens Ler­nen­der schwinde oder das Video weni­ger wahr­schein­lich wei­ter Betrach­tung fände.

Wie bei vie­len Faust­re­geln ist auch diese nur im Kon­text zu betrach­ten. Die Regel selbst gilt vor allem im Zusam­men­hang mit MOOCs (Mas­sive Open Online Cour­ses) (Johanes/Lagerstrom/Ponsukcharoen 2015: 15), also Groß­ver­an­stal­tun­gen, die regel­mä­ßig ein ent­spre­chend gro­ßes Publi­kum anspre­chen wol­len oder sol­len (Ebner/Schön 2017: 4; Per­sike 2019: 2). Dies­be­züg­lich fand bereits eine „Kor­rek­tur“ nach unten statt: So sind aus ursprüng­lich maxi­mal 10 Minu­ten besagte 6 Minu­ten gewor­den (Johanes/Lagerstrom/Ponsukcharoen 2015: 2). Für Lehr- bzw. Erklär­vi­deos lässt sich aber ein Spek­trum von 1 bis 20 Minu­ten fin­den (Har­der o J.: 103. und Ebner/Schön 2017: 3). Und wie gese­hen wer­den die For­mate inner­halb des Gesamt­kom­ple­xes hier „so und so“ lang, dort wie­der anders defi­niert. Hilf­reich kann es aller­dings sein, die Sechs-Minu­ten-Regel auf das Unter­tei­len (Seg­men­tie­rungs­prin­zip) eines Videos in inhalt­li­che Ein­hei­ten anzu­wen­den (Guo/Kim/Rubin 2014: 4), um das Chun­king, also die Hand­ha­bung von Infor­ma­tio­nen durch das Gehirn Ler­nen­der, zu begüns­ti­gen.

Ins­ge­samt sollte von Fall zu Fall unter­schie­den wer­den: Eine ver­passte Vor­le­sung ist als Video sicher­lich län­ger als ein kna­cki­ges Erklär­vi­deo, das hat sich bereits ange­deu­tet. Und ein sol­ches, wenn auch län­ge­res Video dürfte bes­ser sein, als eben die Vor­le­sung ver­passt zu haben. Genauso wurde bereits im ers­ten Teil die­ser Abhand­lung zu Lehr- und Lern­vi­deos dar­auf ver­wie­sen, dass Form und Inhalt untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Folg­lich kann auch ein län­ge­res Video erfolg­reich sein, weil es ihm womög­lich gelingt, das Inter­esse der Stu­die­ren­den zu hal­ten oder immer wie­der zurück­zu­ge­win­nen. Umge­kehrt kann nicht jeder Sach­ver­halt unbe­grenzt attrak­tiv auf­be­rei­tet und/oder kom­pri­miert wer­den — dies ließe sich als „Reduk­ti­ons­falle“ bezeich­nen, dazu im drit­ten Teil die­ser Bei­trags­se­rie mehr.

Zudem und im Sinne kon­struk­ti­vis­ti­scher Lern­theo­rie ist das Indi­vi­duum bzw. sind die Ler­nen­den selbst zu berück­sich­ti­gen ≈ jede:r erschafft gra­du­ell eine indi­vi­du­elle, bedingt bewusste Kon­struk­tion einer ebenso indi­vi­du­el­len Sicht auf die Welt. Dem­nach grün­det auch das Ler­nen auf einem Fun­da­ment sub­jek­ti­ver Erfahrungen—Werte—Überzeugungen—Orientierungen und Mus­ter. Daher ist einer­seits sei­tens der Video pro­du­zie­ren­den Per­son eine Art Ziel­grup­pen­ana­lyse sinn­voll, um Ler­nende bes­ser zu errei­chen. Ande­rer­seits sind Inter­es­sen (an einem Video sei­tens Ler­nen­der) stets im Zusam­men­hang mit dem indi­vi­du­el­len Welt­bild­ap­pa­rat zu ver­ste­hen und ein eben­sol­ches Inter­esse als indi­vi­du­elle Leis­tung.

Die Annahme unter­strei­chend, dass die Länge eines Videos kon­text­ab­hän­gig ist, kann auch eine Stu­die der Stan­ford-Uni­ver­si­tät gele­sen wer­den: Sie fol­gert, dass besagte Regel nicht allzu wört­lich zu neh­men ist, Stu­die­rende durch­aus auch län­gere Videos betrach­ten (Johanes/Lagerstrom/Ponsukcharoen 2015: 15 f.). Wich­ti­ger­weise ver­weist die Stu­die dar­auf, dass Videos [abseits etwa­iger Live­streams] oft mehr­fach von Ler­nen­den betrach­tet wer­den (kön­nen) (Johanes/Lagerstrom/Ponsukcharoen 2015: 15 f.).

Ins­ge­samt bie­tet sich als Schluss­fol­ge­rung an: Ein Video sollte so kurz wie mög­lich sein, aber auch so lang wie not­wen­dig.

+ 1 — Demonstrationsvideos

Demons­tra­ti­ons­vi­deos ste­hen sel­ten für sich, son­dern fin­den im Kon­text Betrach­tung. Die­ser kann nicht-bewegt­me­dia­ler Natur sein ≈ ein im Lern­ma­nage­ment­sys­tem anklick­ba­res Inter­view neben etwa­igen Tex­ten. Dann kön­nen Demons­tra­ti­ons­vi­deos inner­halb ande­rer Videos, nament­lich von Erklär­vi­deos, Ein­satz fin­den — als ein ein­ge­bun­de­nes Inter­view bei­spiels­weise. Kenn­zeich­nend für Demons­tra­ti­ons­vi­deos ist, wenn sie für sich genom­men ste­hen, dass sie kom­men­tar­los sind, über kei­nen Spre­chen­den­text ver­fü­gen und ihre kom­mu­ni­ka­tiv-didak­ti­sche sowie ästhe­ti­sche Auf­be­rei­tung wenig bis gar nicht aus­ge­prägt ist — weil sie eben nicht für sich selbst ste­hen sol­len oder müs­sen. Es fehlt ein auto­no­mer „Erklär­cha­rak­ter“ (Per­sike 2019: 4).

Durch­aus kön­nen Demons­tra­ti­ons­vi­deos für einen kon­kre­ten Anlass pro­du­ziert wor­den sein — etwa um als Anschau­ungs­ma­te­rial zur Unter­su­chung von Ver­hal­tens­wei­sen zu die­nen, um den Stu­die­ren­den zu ermög­li­chen, die bespro­che­nen Ver­hal­tens­wei­sen zu sehen. Dann kann unter dem Begriff Demons­tra­ti­ons­ma­te­rial jedes Mate­rial gefasst wer­den, dass ana­log zum besag­ten Inter­view in einem Lehr­kon­zept und wie­derum Lehr- und Lern­vi­deo ein­ge­bun­den wird. Es kann sich also auch um Aus­schnitte aus ande­ren Fil­men, Nach­rich­ten­sen­dun­gen etc. han­deln. (Per­sike 2019: 4)

Film bie­tet dies­be­züg­lich ein beson­de­res Poten­tial — ähn­lich der Erfin­dung der Mikro­sko­pie: Mit dem Mikro­skop wurde der Mikro­kos­mos zugäng­lich bzw. sicht­bar. Dor­ti­ges Gesche­hen kann ein Film natür­lich zeit­lich abbil­den bzw. es anhand stark ver­grö­ßern­der Objek­tive ein­fan­gen. Dar­über hin­aus kann das beweg­ten Bild Zeit auch inso­fern etwas „sicht­bar“ machen: So kön­nen mit Zeit­raf­fern Ver­än­de­run­gen sicht­bar wer­den, die sich regel­mä­ßig unse­rer Auf­merk­sam­keit ent­zie­hen, weil sie nur lang­sam gesche­hen. Umge­kehrt kön­nen Bewe­gun­gen sicht­bar gemacht wer­den, die wir nicht erfas­sen kön­nen, weil sie für unsere Wahr­neh­mung zu schnell erfol­gen.


Illustration im Stil eines Tischtennis-Spiels: Zwei gegenüberliegende Balken innerhalb eines Rahmens, eine gestrichelte Mittellinie und ein Richtungspfeil zeigen Bewegung an. Symbolisiert den Perspektivwechsel zwischen zwei miteinander verbundenen Seiten im Feld der Lehr- und Lernvideos.

Wie beim Ping­pong: Die bei­den Sei­ten der Medaille sind mit­ein­an­der ver­bun­den — in varia­bler Form. Wir wech­seln nun unsere Per­spek­tive und wid­men uns der zweite Seite des Fel­des Lehr- und Lern­vi­deos.
Bild von Sönke Hahn, frei­ge­ge­ben unter CC BY 4.0


Seite 2: Verfahren und Produktionsmittel

Diese Seite der Medaille im Feld von Lehr- und Lern­vi­deos steht — es sei betont — nicht im Wider­spruch zur ers­ten, son­dern ergänzt die dort genann­ten Lehr- und Lern­vi­deo-For­mate um eben einen die Rea­li­sa­tion erfas­sen­den, gar tech­nisch-öko­no­mi­schen Blick — visu­ell ähn­lich einen Ping­pong-Spiel. Das Feld der Pro­duk­ti­ons­mit­tel unter­teilt sich der Über­sicht hal­ber in zwei Berei­che: Tech­nik und Ver­fah­ren zum einen sowie Qua­li­tät der Aus­füh­rung, Umstände der Rea­li­sa­tion zum ande­ren.


Illustration einer Filmrolle, die zwei Bereiche verbindet. Rechts deutlich hervorgehoben: Studio, Screencast, u. v. m. Die linke Seite mit Vorträgen, Erklär- und Demonstrationsvideos ist ausgegraut – der Fokus liegt auf der zweiten Seite im Feld der Lehr- und Lernvideos.

Die zweite Seite im Feld der Lehr- und Lern­vi­deos im Fokus
Bild von Sönke Hahn, frei­ge­ge­ben unter CC BY 4.0


Techniken

Live-Action-Footage bzw. Realfootage

Es sei der Voll­stän­dig­keit hal­ber genannt, denn wir haben natür­lich bereits über For­mate gespro­chen, die oft genug mit rea­len Bil­dern asso­zi­iert wer­den — etwa die Repor­tage oder der Bericht: Zunächst und grund­sätz­lich ließe sich die Pro­duk­tion eines Films in Real­foo­tage bezie­hungs­weise Live-Action-Foo­tage auf der einen und Ani­ma­tio­nen bzw. Abs­trak­tio­nen etc. auf der ande­ren Seite unter­schei­den. Im ers­ten Fall wird mit einer rea­len Kamera eine ebenso reale Welt zu erfas­sen ver­sucht. Im zwei­ten Fall kön­nen bei­spiels­weise vir­tu­elle Kame­ras im Rah­men einer 3D-Soft­ware zum Ein­satz kom­men. Durch­aus anver­wandt kann die Bewe­gung über auf Folien im Rah­men eines Slide­casts gezeigte Aspekte, als Ver­grö­ße­rung oder als Foli­en­über­gang, einer vir­tu­el­len Kamera ähn­lich ver­stan­den wer­den.

Der ein­lei­tende Kon­junk­tiv deu­tet es an: Im Zuge immer rea­lis­ti­sche­rer Ani­ma­tio­nen und kaum von der Wirk­lich­keit unter­scheid­ba­rer, com­pu­ter­ge­nerier­ter Bil­der ist die Dif­fe­renz „Ani­ma­tio­nen hier“ und „Real­bild dort“ eine vor allem theo­re­ti­sche. Über­dies las­sen sich bereits ohne ein Hol­ly­wood-Pro­duk­ti­ons­bud­get im hei­mi­schen Raum reale Auf­nah­men vor einem Green Screen mit vir­tu­el­len Wel­ten bezie­hungs­weise Ani­ma­tio­nen ver­bin­den. Den­noch dürfte in der Pro­duk­tion eines Videos sicher­lich die Unter­schei­dung nach­wir­ken — weil eben ggf. eine reale Kamera benö­tigt wird oder auch nicht. Aller­dings kann ein mit Lege­tech­nik rea­li­sier­ter Film einer­seits mit einer rea­len Kamera ein­ge­fan­gen wer­den und ande­rer­seits als Ani­ma­tion gel­ten.

Screencasts/Slidecasts

Screen­casts sind Bild­schirm­auf­zeich­nun­gen. Diese eig­nen sich ins­be­son­dere, wenn es um kür­zere und instruk­tive Lehr­in­halte geht — eine Soft­ware­schu­lung bzw. Anlei­tung. Die Pro­duk­ti­ons­weise wird mit dem Begriff Tuto­ri­als asso­zi­iert (etwa: Har­der o. J.: 103). Die Lauf­zeit sol­cher Tuto­ri­als liege — wenn wir auch bereits gese­hen haben, dass Zeit nicht die Größe zur Ein­tei­lung von Lehr- und Lern­vi­deos sein sollte — meist unter 10 Minu­ten (Har­der o. J.: 103).

Slide­casts hin­ge­gen sind eine oft rein visu­elle, gege­be­nen­falls par­al­lel mit Spre­chen­den­text ver­se­hen und/oder mit die­sem nach­träg­lich ver­se­hene Auf­zeich­nung einer Prä­sen­ta­tion im Rah­men gän­gi­ger Prä­sen­ta­ti­ons­soft­ware. Ohne reale Kamera wird der Prä­sen­ta­tion­in­halt als Video erfasst.

Nicht nur kön­nen Videos ins­ge­samt die­ser Natur sein, der­ar­ti­ges Mate­rial kann natür­lich auch in andere Videos inte­griert wer­den: So könnte die spre­chende Per­son Bild in Bild auf den Folien ergänzt wer­den oder zwi­schen Folien und spre­chen­der Per­son (abwechs­lungs­reich) mit einem Video­schnitt­pro­gramm hin und her gewech­selt wer­den. Es kön­nen gar als Tren­ner (/Stinger etc.) zu bezeich­nende Ani­ma­tio­nen für Über­gänge ein­bracht wer­den, die dem Wech­sel von Folie zur Per­son deut­lich und struk­tu­riert Aus­druck ver­lei­hen. Aller­dings sollte kein sta­ti­sches Bild der refe­rie­ren­den Per­son „ein­fach“ dau­er­haft neben den Folien plat­ziert wer­den — eine sol­che Maß­nahme kann nach­weis­lich befremd­lich wir­ken (Kohä­renz-Prin­zip).

Auch dem Begriff Mico-Lec­ture liege ein Slide­cast zugrunde (Har­der o. J.: 103). Max. acht Minu­ten sol­len ent­spre­chende Videos lang sein (Har­der o. J.: 103). Nicht nur die Mico-Lec­ture (Har­der o. J.: 103), son­dern auch Slide­casts im All­ge­mein zeich­nen sich dadurch aus, dass sie rela­tiv ein­fach zu rea­li­sie­ren sind. Mit der (oft ver­trau­ten) Prä­sen­ta­ti­ons­soft­ware und in vie­len Com­pu­tern bereits ver­bau­ten Mikro­fo­nen kann schnell zu einem Ergeb­nis gekom­men wer­den — ein Prä­sen­ta­tion zu einem Film wer­den. Gleich­sam kön­nen even­tu­elle in der Soft­ware abruf­bare Ani­ma­tio­nen unter­stüt­zen, Auf­merk­sam­keit auf bestimmte, auf den genutz­ten Folien abge­bil­dete Aspekte zu len­ken (Har­der o. J.: 103) — soweit diese Ani­ma­tio­nen in Maßen genutzt wer­den.

Aller­dings muss sowohl die Qua­li­tät des Tons infolge ver­bau­ter Mikro­fone als auch die bewegt­me­dia­len Fähig­kei­ten eine Prä­sen­ta­ti­ons­soft­ware mit Blick auf eine even­tu­elle Anspruchs­hal­tung Ler­nen­der als begrenzt ein­ge­stuft wer­den. Zudem und ohne­hin ist das Feld Prä­sen­ta­ti­ons­fo­lien zwi­schen Effi­zi­enz und kom­mu­ni­ka­tiv-didak­ti­schen „Fett­näpf­chen“ ein­zu­ord­nen: Folien gera­ten oft zu text­las­tig (Karia 2015: 39 ff.) — nicht zuletzt auf Grund eines Bemü­hens um Effi­zi­enz: Nach-Nut­zung als Hand­out. Min­des­tens im Falle von Slide­casts sollte dies­be­züg­lich ein Kom­pro­miss gefun­den wer­den.

Legetechnik / Animationen

Die Lege­tech­nik kann als ein alt­her­ge­brach­tes Ani­ma­ti­ons­prin­zip gel­ten, als dass mit ihrer Hilfe ein­mal aus ein­zel­nen Bil­dern der Ein­druck einer Bewe­gung oder min­des­tens eines Zusam­men­hangs ent­steht. Folg­lich ist die Lege­tech­nik auch für tech­nisch bzw. soft­ware­be­zo­gen unbe­darft pro­du­zie­rende Men­schen eine Mög­lich­keit, Sach­ver­halte zu visua­li­sie­ren: So könn­ten Aus­ge­schnit­te­nes, aus­ge­druckte, auf­ge­schrie­bene Texte etc. Schritt für Schritt ver­scho­ben und foto­gra­fiert wer­den, sodass eine Ani­ma­tion ent­steht. Dies ist mit gän­gi­gen Smart­phones in hoch­wer­ti­ger Qua­li­tät rea­li­sier­bar — als Foto­se­quenz.

Dann könnte der Vor­gang des Ver­schie­bens auch (erneut via Smart­phone) ohne Unter­bre­chung abge­filmt wer­den. Oder es wird gar etwas vor der Video­ka­mera gemalt, gezeich­net, geschrie­ben. Im Fall einer Video­auf­nahme kann die schrei­bende Per­son das Gezeigt direkt kom­men­tie­ren, sodass keine wei­tere Bear­bei­tung not­wen­dig wird. (Wo bei Koor­di­na­tion und Vor­trags­qua­li­tät eine Her­aus­for­de­rung sein dürf­ten.) Dabei sind regel­mä­ßig die rea­len Hände der pro­du­zie­ren­den Per­son sicht­bar und cha­rak­te­ri­sie­ren wohl die­ses Ver­fah­ren.

Über das Foto­gra­fie­ren oder Abfil­men hin­aus kön­nen, in einem zwei­ten Schritt, in der Nach­be­ar­bei­tung, auch reale, von Drit­ten stam­mende oder gra­fi­sche Hände (als Teil eines gra­fi­schen Tem­pla­tes) her­an­ge­zo­gen wer­den. Viele Soft­ware­lö­sun­gen bie­ten vor­ge­fer­tigte Hände an (Aldrian 2019: 4 u. 8) — dies­be­züg­lich sind aber Lizenz­fra­gen zu prü­fen. Diese gilt — ohne hier eine recht­li­che Bera­tung vor­neh­men zu wol­len und zu kön­nen — umso mehr, sollte eine Ver­öf­fent­li­chung der fina­len Videos über den §60a UrhG (Unter­richt und Lehre) hin­aus ange­strebt wer­den oder das Mate­rial im Sinne der Open Edu­ca­tio­nal Resour­ces (OER) für andere zur Nut­zung und Bear­bei­tung frei­ge­ge­ben wer­den. Inwie­fern (Design-)Templates und die von einem Soft­ware­an­bie­ter bereit­ge­stell­ten Gra­fi­ken offen lizen­ziert und damit in offene, also von wei­te­ren Nut­zen­den ver­wend­bare For­mate ein­ge­bracht wer­den dür­fen, muss im Vor­feld geklärt wer­den. Twillo bie­tet hin­sicht­lich recht­li­cher Aspekte eine erste Hil­fe­stel­lung.

Über die ana­loge Ani­ma­ti­ons­tech­nik hin­aus­ge­hend bie­ten ver­schie­dene Soft­ware­lö­sun­gen die Mög­lich­keit, digi­tale Ani­ma­tio­nen in 2D bis 3D zu rea­li­sie­ren. Diese erlau­ben gegen­über der „ruck­wei­sen“ und oder bewusst „hand­werk­lich“ anmu­ten­den Lege­tech­nik weit­aus dyna­mi­scher, flie­ßen­der wir­kende Visua­li­sie­run­gen rea­lis­ti­scher Wir­kung zu erstel­len. Ihre Hand­ha­bung ist aber oft mit grö­ße­rem Kos­ten- und/oder Zeit­auf­wand ver­bun­den. Soft­ware­lö­sun­gen, die anhand von gra­fi­schen Tem­pla­tes eine Ani­ma­tion ent­ste­hen las­sen, sind wie­derum hin­sicht­lich ihre Lizenz­be­din­gung zu prü­fen.

Interaktive Videos

Inter­ak­tive Videos sind einer­seits eine wei­tere Pro­duk­ti­ons­form, gleich­sam kön­nen sie eine Varia­tion der übri­gen Typen sein. Denn sie bie­ten zusätz­lich zu Rezep­tion einer audio­vi­su­el­len Bild- und Ton­folge die Mög­lich­keit, einen höhe­ren Grad der Akti­vi­tät, nament­lich Inter­ak­ti­vi­tät ein­zu­bin­den. Die anhand von Plug-Ins in viele Lern-Manage­ment-Sys­te­men wie auch Con­tent-Manage­ment-Sys­te­men von Web­sites inte­grier­bare H5P-Inhalte ermög­li­chen, Videos mit Quiz­ein­hei­ten und wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen anzu­rei­chern. Damit kann das im Lehr­vi­deo dar­ge­bo­tene Wis­sen ver­tieft und gege­be­nen­falls gefes­tigt wer­den (≈ Akti­vi­täts­prin­zip) — ent­we­der also inner­halb einer Lehr-Lern-Umge­bung oder gar öffent­lich auf einer Inter­net­prä­senz. Inter­ak­ti­vem wird zudem das Poten­zial zuge­spro­chen, ein Dran­blei­ben am Thema bzw. kon­kret einem Video zu begüns­ti­gen (Aldrian 2019: 6).

Es kön­nen aber auch durch H5P-Edi­to­ren Kapi­tel­mar­ken ergänzt wer­den, sodass ein Dran­blei­ben am Video ins­ge­samt begüns­tigt wird, wenn Pas­sage wie­der­ho­lend oder den Ler­nen­den bekannt sind. Sol­che Abschnitte kön­nen also über­sprun­gen wer­den. Kapi­tel­mar­ken kön­nen über­dies auf vie­len Video­platt­for­men rela­tiv unkom­pli­ziert gesetzt wer­den.

Aller­dings kann die unbe­darfte Plat­zie­rung über Kapi­tel­mar­ken hin­aus­ge­hen­der, inter­ak­ti­ver bzw. ein­ge­scho­be­ner Kom­po­nen­ten in vor­han­dene Mate­ria­len bzw. Videos Gefahr lau­fen, ver­wir­rend oder stö­rend auf Ler­nende zu wir­ken — etwa, weil Musik abrupt durch ein Quiz gestoppt wird. Idea­ler­weise sollte Inter­ak­ti­vi­tä­ten an inhalt­lich wie for­mal-gestal­te­risch sowie wie auch didak­tisch-kom­mu­ni­ka­tiv sinn­vol­len Stel­len plat­ziert wer­den: am Ende eines Chunks bzw. eines The­men­blocks, am Ende eines Kapi­tels etc. Ggf. kön­nen pas­sende Stel­len bereits wäh­rend der Kon­zep­tion und Pro­duk­tion eines Videos vor­ge­se­hen, ein­ge­plant wer­den. Dort könnte die Musik aus­fa­den, um den Über­gang zum Quiz zu begüns­ti­gen etc. Dabei kann aber umge­kehrt der Ein­satz des­sel­ben Videos abseits inter­ak­ti­ver Inhalte ein­ge­schränkt wer­den.

Virtuelle Realitäten: 360°-Videos und Augmented Reality

360°-Videos las­sen sich einer­seits in voll-sphä­ri­sche (360° x 360°), ander­seits halb-sphä­ri­sche Filme (360° x 180°, auch Full­Dome genannt — für halb­ku­gel­för­mige Pro­jek­ti­ons­stät­ten wie moderne Pla­ne­ta­rium oder Medi­en­do­mes) unter­schei­den. Dabei kön­nen com­pu­ter­ge­nerierte, drei­di­men­sio­nal Wel­ten geschaf­fen und betrach­tet wer­den. Es ist ebenso mög­lich ana­log zur kon­ven­tio­nel­len Kamera rea­les Gesche­hen in 360° ein­zu­fan­gen (Live-Action-Foo­tage).

Bis vor weni­gen Jah­ren wur­den diese Filme durch extreme Fisheye-Objek­tive ein­ge­fan­gen und/oder durch den Ein­satz meh­rere Kame­ras zu errei­chen ver­sucht. Die Bild-Sequen­zen meh­re­rer Kame­ras wur­den anhand einer Soft­ware mit­ein­an­der ver­näht (≈ Stit­ching). Heute gibt es ent­spre­chende (Action-)Kameras mit Weit­win­kel­linse und oder meh­re­ren Objek­ti­ven, die auto­ma­ti­siert voll- oder halb-sphä­ri­sche Filme aus­ge­ben kön­nen.

Betrach­tung kön­nen diese Filme anhand von Bril­len­sys­teme fin­den ≈ Vir­tu­elle Rea­li­tät. Alter­na­tiv kön­nen (vor­ge­fer­tigte oder selbst erstellte) Pap­pen oder ähn­li­ches als Hal­te­run­gen für Smart­phones fun­gie­ren, um den Kos­ten­fak­tor VR-Bril­len zu umge­hen. Not­falls las­sen sich besagte Filme auch „flach“, im Brow­ser­fens­ter und per Mause erkun­den, sich dort umse­hen.

360°-Videos bie­ten das Poten­zial, neue Per­spek­ti­ven zu gewin­nen — etwa sol­che, die auf Grund von Gefah­ren oder aus öko­no­mi­schen Grün­den in der Rea­li­tät nicht zu errei­chen sind. So ergibt sich die Mög­lich­keit, in unbe­kannte, neue, mikro­sko­pi­sche etc. Wel­ten ein­zu­tau­chen — wobei vor allem eine real­räum­li­che, illu­so­ri­sche Immersion gemeint ist (im Gegen­satz zu einer all­ge­mei­nen Immersion als Ein­tau­chen in die Welt etwa auch eines Buches ≈ Hahn (2018)). Inter­es­sant dabei, dass 360°-Video par­ti­ell ihr Publi­kum zu Mit­ge­stal­ten­den machen, er/sie/div. wählt selbst den Blick auf das Gesche­hene (Hahn 2013: 146), anstand es voll­ends vor­ge­ben zu bekom­men.

Beach­tens­wert: Es ist, wie im Grund immer, auch hier die Ange­mes­sen­heit oder Sinn­haf­tig­keit eines 360°-Videos abzu­wä­gen, sodass der Ein­satz eines sol­chen Videos nicht kon­ter­pro­duk­tiv wird. So ist die eigent­li­che Chance des freien Umse­hens gleich­sam eine aus gestal­te­ri­scher Sicht große Her­aus­for­de­rung, um Sach­ver­halt ver­ständ­lich zu ver­mit­teln (Hahn 2013) — weil es eben nicht den einen Fokus­be­reich gibt.

Mit den Begrif­fen Aug­men­ted Rea­lity und Mixed Rea­lity wer­den Ver­schrän­kun­gen von Rea­li­tät und vir­tu­el­len Wel­ten beschrie­ben (Per­sike 2019: 8 f.). Die damit mög­lich wer­den­den Erleb­nisse gehen über die „übli­che“ Ver­schrän­kung von Zuschau­en­den­raum und Lein­wand­ge­sche­hen als immersi­ves Ein­tau­chen eben auch in die eigent­lich fla­che Welt der Lein­wand, als Mit­fie­bern mit einer Geschichte hin­aus: Kon­kret gemeint sind etwa eben­falls via Bril­len­sys­teme oder anhand der Smart­phone-Kamera und der dor­ti­gen Bild­schirme zunächst unsicht­bare Sach­ver­halte, die ver­meint­lich, anhand des Blicks durch die jewei­li­gen Geräte, sicht­bar wer­den. Dabei wird auf die zahl­rei­chen Sen­so­ren, die Gyro­skope, von Smart­phones zurück­ge­grif­fen, um even­tu­ell vir­tu­elle Objekte anhand von Apps in der rea­len Welt zu ver­or­ten, regel­recht „fix“ zu plat­zie­ren — trotz in der Hand gehal­te­ner Geräte.

Die Rea­li­sa­tion sol­cher Vor­ha­ben ist — das zei­gen die genann­ten Kom­po­nen­ten — noch auf­wen­dig. Hin­ge­gen 360°-Videos bereits wie beschrie­ben ein con­su­mer-taug­li­ches Level und ent­spre­chende Work­flows auf­wei­sen.

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber sei auch eine semi-digi­tale Ver­sion von Aug­men­ted Rea­lity ver­wie­sen: zum Bei­spiel in Form eines Video­walks. Allein mit einem IPod oder ähn­li­chen Gerä­ten, dem damit mög­lich wer­den­den akus­ti­schen wie visu­el­len Infor­ma­tio­nen als Stand­bil­der, aber auf Videos kön­nen Ler­nende durch eine reale Umge­bung gelei­tet wer­den und dabei via Kopf­hö­rer und Bild­schirm ver­schie­dene Zei­ten, Wel­ten und Situa­tio­nen mehr oder min­der über­la­gernd mit dem wäh­rend des Spa­zie­ren­ge­hens tat­säch­li­chen Raum erle­ben. Dies­be­züg­lich sei als Bei­spiel auf den „Alter Bahn­hof Video Walk“ von Janet Car­diff und George Bures Mil­ler zur Docu­menta 13 ver­wie­sen.


Illustration: Ein lächelndes Buch blickt auf das Wort „FILM“, das auf Stützen von hinten abgestützt wird. Symbolisiert die dritte Seite der Medaille im Feld der Lehr- und Lernvideos – den Blick hinter die Kulissen auf Technik und Produktionsbedingungen.

Im Grund sogar eine dritte Seite der Medaille von Lehr- und Lern­vi­deos: Tech­ni­ken und Umstände zur Rea­li­sa­tion eines Videos … ein Blick hin­ter die Kulis­sen sozu­sa­gen
Bild von Sönke Hahn in Anleh­nung an Sarah Brock­mann, frei­ge­ge­ben unter CC 0 (1.0)


Qualität der Ausführung, Umstände der Realisation

Hohe Production Values: im Studio vorproduzierte oder gestreamte Inhalte

Ent­schei­den­des Kri­te­rium die­ser Pro­duk­ti­ons­form ist die expli­zit für ein Video vor­zu­neh­mende Kon­zep­tion, eine ent­spre­chende Rea­li­sa­tion sowie ein pro­fes­sio­nel­les Pro­duk­ti­ons­ni­veau. Nicht von unge­fähr wer­den sol­che Lehr- und Lern­vi­deos als „Block­bus­ter“ (Ebner/Schön 2017: 7) bezeich­net, da sie im Grunde genom­men ähn­lich wie große Hol­ly­wood-Filme insze­niert sein kön­nen und Inhalte ent­spre­chend auf­wen­dig auf­be­rei­ten. Hol­ly­wood ist aller­dings in den letz­ten Deka­den anhand diver­ser Apps und Auto­ma­tis­men durch­aus, wenn auch wei­ter­hin nicht ohne Auf­wand, Res­sour­cen und Fähig­kei­ten, immer mehr „von Zuhause“ rea­li­sier­bar gewor­den.

Hohe Pro­duc­tion Values las­sen sich, wenig über­schnei­dungs­frei auf die hand­werk­li­che, tech­ni­sche wie auch ästhe­ti­sche Qua­li­tät von Ani­ma­tio­nen, live- oder vor­pro­du­zier­ten Real­foo­tage, auf jedes fil­mi­sche Mate­rial über­tra­gen: Mag die Lege­tech­nik einer­seits ein ein­fa­ches Ver­fah­ren sein, kann sie auch aus ästhe­ti­schen oder didak­ti­schen Grün­den her­aus mit gro­ßem Auf­wand rea­li­siert wer­den / ver­bun­den sein: Der hän­disch-ein­fa­che Charme der Lege­tech­nik könnte als sicht­bare Abs­trak­tion fun­gie­ren, um damit einen neuen Zugang zum Thema zu errei­chen. Ggf. farb­kor­ri­gier­ten Bil­der in einem bestimm­ten, Stim­mung unter­strei­chende Look, der ggf. ver­schie­dene im Film behan­delte Zeit­ebe­nen sicht­bar von­ein­an­der unter­schei­det, und mit ani­mier­ten Über­blen­dun­gen in Form von Call­outs mit Zusatz­in­fos etwa rei­chern das Mate­rial an …

Um ein hohes Niveau zu errei­chen, kann mit pro­fes­sio­nel­ler Kamera, gar meh­re­ren Kame­ras, ent­spre­chen­der Aus­leuch­tung (z. B. Drei-Punkt-Licht), einem Bild­mi­scher gear­bei­tet wer­den; es kann ein Hin­ter­grund­sys­tem Anwen­dung fin­den, sodass ein ggf. vor­han­de­ner, pri­va­ter Raum (≈ Home Office) unsicht­bar wird, ggf. das Cor­po­rate Design einer Insti­tu­tion zur ein­heit­li­chen Außen­wir­kung auf­ge­grif­fen wer­den. Trotz des Auf­wan­des kann gleich­sam ein Tele­promp­ter Erleich­te­rung ver­schaf­fen, sodass das (wenn auch mög­lichst trai­nierte und nicht allzu offen­sicht­lich) Able­sen des Skrip­tes bes­ser gelin­gen kann. Und gleich­sam kann der Augen­kon­takt mit dem vir­tu­el­len Publi­kum begüns­tigt wer­den (Per­so­na­li­sie­rungs­prin­zip).

Wird das Live-Strea­ming auf­ge­zeich­net oder „nur“ vor­pro­du­ziert, wei­chen Auf­wand und Res­sour­cen­be­darf bis­wei­len von­ein­an­der ab: Sol­len im Live-Stream Details von etwas gezeigt wer­den, das sich im Stu­dio zei­gen wol­len, so bedürfte es einer auto­ma­ti­sier­ten Kamera oder einer Per­son, die die Kamera bedient, oder einer wei­te­ren Kamera, die mit einem Bild­mi­scher ange­steu­ert wird: Zoom auf etwas, ein ande­rer Blick­win­kel von etwas auf Ihrem Schreib­tisch. Das auf­ge­zeich­nete Mate­rial einer Live-Ver­an­stal­tung kann, wenn die genann­ten Res­sour­cen nicht vor­han­den sind, aber eine zeit­sou­ve­räne Nut­zung ange­strebt wird, eine Abruf­bar­keit des Videos erreicht wer­den sollte, um nach-pro­du­zierte Mate­ria­lien ergänzt wer­den. In der Post­pro­duk­tion kön­nen dann andere Kame­ra­ein­stel­lun­gen hin­zu­ge­fügt wer­den, sodass in der Video-Datei Bespro­che­nes (didak­tisch sinn­voll) deut­li­cher sicht­bar wird gegen­über dem Live-Stream. Pat­zer und Län­gen im Live-Vor­trag könn­ten nun ent­fernt wer­den. Ein rein vor­pro­du­zier­tes Video erlaubt im Sinne nicht-linea­ren Schnitts schon mit einer Kamera, den Ein­druck hohen Auf­wan­des zu erzeu­gen: Nach­ein­an­der kön­nen unter­schied­li­che Ein­stel­lun­gen gewählt wer­den und im Schnitt­pro­gramm mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Obacht: Das Live-Strea­ming einer Auf­zeich­nung ist zwar mög­lich, die poten­zi­ell inter­ak­tive Kom­po­nente, also auf Fra­gen live ein­ge­hen zu kön­nen, wird dabei auf­ge­ge­ben.

An die­ser Stelle noch ein paar Hin­weise zum Ein­satz von Green Screens. Die Auf­zeich­nung / das Strea­ming der eige­nen Per­son bezie­hungs­weise der refe­rie­ren­den Per­son vor einem Green Screen erlaubt indi­vi­du­elle Hin­ter­gründe ein­zu­bin­den — sei es nur, um die Home-Office-Situa­tion aus­zu­blen­den oder kei­nen Kulis­sen­bau betrei­ben zu müs­sen. Als vir­tu­elle Hin­ter­gründe kön­nen Mate­ria­lien ein­ge­bun­den wer­den, die zum Thema pas­sen oder wie gesagt ein Logo.

Der Ein­satz eines Green Screens kann es auch erlau­ben, die refe­rie­rende Per­son ohne einen kon­kre­ten Rah­men mit dem Slide­cast zu kom­bi­nie­ren. So kann die quasi aus­ge­schnit­tene Sil­hou­ette par­al­lel mit den Folien bzw. auf den Folien sicht­bar wer­den. Dabei soll­ten dar­auf geach­tet wer­den, dass wesent­li­che Inhalte nicht über­deckt wer­den. Die­ses Vor­ge­hen ist eine Alter­na­tive zu einem split­screen-arti­gen Ver­fah­ren, bei dem weder die Folien noch der:die Referent:in for­mat­fül­lend abge­bil­det wer­den. Der Wech­sel die­ser Ein­stel­lun­gen kann sogar „solo“ anhand eines Bild­mi­schers rea­li­siert wer­den.

(Als ein Kom­pro­miss in Sachen Pro­duk­ti­ons­auf­wand erweist sich die Funk­tion vie­ler gän­gi­ger Video­kon­fe­renz­soft­ware-Pakete: Dort kön­nen unter Effekte vir­tu­elle Hin­ter­gründe gewählt wer­den. Diese Hin­ter­gründe erstre­cken sich von der Unscharf-Stel­lung des rea­len Hin­ter­grunds bis hin zur Wahl vor­ge­fer­tig­ter oder von Nut­zen­den ange­leg­ter Hin­ter­gründe. Diese Mate­ria­lien kön­nen dann wie­derum der Kon­sis­tenz hal­ber in einem wie­der­erkenn­ba­ren Cor­po­rate Design gestal­tet sein. Obacht: Diese Ver­fah­ren kom­men zwar ohne Green Screen im Hin­ter­grund aus, soft­ware­ge­stützt wird der Mensch als sol­ches erkannt und quasi aus­ge­schnit­ten. Die­ses Aus­schnei­den gelingt aller­dings bis­her oder oft nur mit Abstri­chen. Ges­ten oder Objekte in der Hand kön­nen bis­wei­len eben­falls her­aus­ge­fil­tert wer­den — bis­wei­len zum Nach­teil des beab­sich­tig­ten Vor­trags.)

Ins­ge­samt dürfte bei die­ser kur­zen Lis­tung klar gewor­den sein, dass es sich hier einer­seits um auf­wän­dige Unter­fan­gen han­delt — Tech­nik, Soft­ware, Anzahl der Betei­lig­ten. Ande­rer­seits und wie bereits erwähnt wer­den min­des­tens ansatz­weise pro­fes­sio­na­li­sierte Kom­pe­ten­zen bzw. ein Rück­griff auf even­tu­ell externe Kräfte not­wen­dig.

Abfilmen — „Zwei bis drei Fliegen mit einer Klatsche“: Präsenz und/oder Live-Stream und/oder archivierbare Videodatei

Bereits als wir die ers­ten Seite der Medaille im Feld der Lehr- und Lern­vi­deos betrach­tet haben, mit Blick auf Autor:innen und ihre Inten­tion, wurde die­ses Vor­ge­hen ange­ris­sen: Es ist zwei­fel­los prak­tisch, durch das Abfil­men einer Prä­senz­ver­an­stal­tung ein Mate­rial zu gene­rie­ren, wel­ches lang­fris­tig genutzt wer­den kann. Als form hybri­der Lehre (ver­stan­den hier als räum­li­cher Hybrid, Prä­senz und vir­tu­ell, bei iden­ti­scher Lehr­si­tua­tion ≈ live) kann via Stream ein Publi­kum vor Ort als auch eine zuge­schal­te­tes erreicht wer­den.

Sicher­lich im Rah­men des Pan­de­mie­ge­sche­hens ließe sich ergän­zen, „bes­ser so, denn gar nicht“. Wir haben aber ebenso oben bereits gese­hen, dass es hier Stol­per­steine gibt: Die aus dem hin­te­ren Bereich des Rau­mes womög­lich mit einer ein­zel­nen Kamera ein­ge­fan­gene Ver­an­stal­tung ver­liert auf dem Video womög­lich ihre Wir­kung, Folien sind nicht ideal les­bar. Es lie­gen im Grunde genom­men ver­schie­dene Medien vor. Sollte also die nach­voll­zieh­bare, effi­zi­ente Absicht vor­lie­gen, zwei (mit live/hybrid: drei) Flie­gen mit einer Klat­sche zu schla­gen, dann emp­fiehlt sich ein höhe­rer tech­ni­scher und zeit­li­cher Auf­wand. So kann einer­seits das Ler­nen durch bes­sere Les­bar­keit und Ein­gän­gig­keit begüns­ti­gen wer­den. Ande­rer­seits kann im Sinne eines ästhe­ti­schen Mehr­wer­tes und wach­sen­der Anspruchs­hal­tun­gen sei­tens des Publi­kums (Wir kom­men dar­auf im drit­ten Teil die­ser Blog-Serie zu spre­chen.) die Wir­kung eines Lehr- und Lern­vi­deos begüns­tigt wer­den. Gemeint ist kon­kret der Ein­satz von zwei bis drei Kame­ras und/oder von Kame­ras mit Autor­track­ing-/-Schwenk/-Zoom-Funk­tio­nen, wel­che per Geste gesteu­ert wer­den kön­nen. Gleich­zei­tig soll­ten pro­ji­zierte Folien zusätz­lich als geteil­ter Bild­schirm­in­halt via Video­kon­fe­renz­soft­ware dem vir­tu­el­len Publi­kum gebo­ten wer­den. Gege­be­nen­falls wird ein nach­be­rei­ten­der Schnitt des Mate­ri­als oder die Ver­wen­dung von Live-Bild­mi­schern, die Ein­spei­sung von Funk­mi­kro­fo­nen etc. not­wen­dig, um dem „ande­ren“ Medium (≈ Rezep­ti­ons­si­tua­tion) gerecht zu wer­den.

Outsourcing zw. Erleichterung für Lehrende und Kompetenzgewinn für Lernende

Die Pro­duk­tion etwa­iger Videos kann aus­ge­la­gert wer­den — Agen­tu­ren kön­nen hier unter­stüt­zen, soweit mög­lich kön­nen didak­ti­sche Zen­tren (einer Hoch­schule) hel­fen oder die Auf­ga­ben kön­nen an stu­den­ti­sche Hilfs­kräfte oder Stu­die­rende über­ge­ben wer­den. Im letzt­ge­nann­ten Fall bie­tet sich didak­tisch das Poten­tial, anhand von Video­pro­duk­tion ein Ler­nen-durch-Leh­ren zu rea­li­sie­ren (Ebner/Schön 2017: 4; Per­sike 2019: 22). Das heißt, die Pro­duk­tion etwa­iger Videos kann Stu­die­ren­den als Auf­gabe über­tra­gen wer­den — als Pro­jekt­ar­beit etwa. Dabei wid­men sich die Stu­die­ren­den einer­seits einem kon­kre­ten Thema, ver­mit­teln ihren Mit-Stu­die­ren­den etwas. Ande­rer­seits kön­nen sie im Neben­gang Kom­pe­ten­zen hin­sicht­lich Medien, kon­kret in Bezug auf den Film schär­fen.

Bei der Ver­gabe der Video­pro­duk­tion an Stu­die­rende, sowohl an Hilfs­kräfte als auch an Teil­neh­mende der Lehr­ver­an­stal­tung, fällt aller­dings die Erleich­te­rung für Leh­rende unter­schied­lich aus: Am Kurs teil­neh­mende Stu­die­rende müs­sen even­tu­ell hin­sicht­lich der Kom­pe­ten­zen zur Gestal­tung, Tech­nik und Soft­ware unter­stützt wer­den. Bei stu­den­ti­schen Hilfs­kräf­ten ist über die ent­spre­chende Qua­li­fi­ka­tion hin­aus zu über­le­gen, ab Soft­ware und Tech­nik den Hilfs­kräf­ten in gebo­te­ner Form zur Ver­fü­gung steht bzw. ob sie gestellt wer­den kann.

Fazit

Wir haben ver­schie­dene For­mate von Lehr- und Lern­vi­deos zu ebenso diver­sen, nicht zuletzt tech­nisch-öko­no­mi­schen Ver­fah­ren in Bezug gesetzt. Es hat sich ein Span­nungs­feld von Mög­lich­kei­ten erge­ben. Absich­ten und Tech­ni­ken las­sen sich kom­bi­nie­ren. Das Spek­trum der Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Lehr- und Lern­vi­deos, aber auch die Situa­tio­nen und Umstände, in denen sie Ein­satz fin­den kön­nen, ist groß, sodass die eine Defi­ni­tion von Lehr- und Lern­vi­deos nicht mög­lich ist, es sie viel­leicht nicht geben sollte. Der­ar­tige Schub­la­den wür­den letzt­lich Poten­ziale ver­stel­len, spe­zi­fi­sche The­men und Anlie­gen per Video anzu­ge­hen — durch eine Kom­bi­na­tion.

In die­sem zwei­ten Teil dürfte sich aber ange­deu­tet haben, Leh­rende kön­nen zwar aus einem ebenso gro­ßen Spek­trum von Mög­lich­kei­ten schöp­fen, soll­ten aber didak­tisch-kom­mu­ni­ka­tive Über­le­gun­gen, Bud­get- und Zeit­fra­gen, ihre und die Kom­pe­ten­zen der Ler­nen­den früh­zei­tig reflek­tie­ren. Daher wer­den wir uns im nächs­ten Teil aus­führ­lich und zusam­men­fas­send kom­mu­ni­ka­tiv-didak­ti­schen Poten­tiale von Lehr- und Lern­vi­deos wid­men. Wir wer­den dabei auch kri­tisch auf den Ein­satz von Lern­vi­deos schauen. Der nächste Bei­trag wird am 28. Mai 2022 erschei­nen.

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Über die Autoren

Fran­ziska Bock, M. A. und Dr. Sönke Hahn sind wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­tende des Pro­jekts „OER-Por­tal Nie­der­sach­sen“: twillo — Lehre tei­len. Bock ist im Bereich der Hoch­schul­di­dak­tik aktiv und beschäf­tigt sich mit Fra­gen der Schreib­di­dak­tik sowie mit Fra­gen der Kon­zep­tion von reus­ablen Lehr- und Lern­ma­te­ria­lien. Hahn ist inter­dis­zi­pli­nä­rer Wis­sen­schaft­ler, Fil­me­ma­cher mit inter­na­tio­na­len Auf­füh­run­gen und mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ter Desi­gner. Als Teil der Hoch­schule Emden/Leer sehen Bock und Hahn es als ihren Auf­trag, über guten Inhalt hin­aus die Lehre als sol­ches vor­an­zu­brin­gen.

Literaturangaben

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Per­sike, M. (2019): „Videos in der Lehre: Wir­kun­gen und Neben­wir­kun­gen“ In: Nie­ge­mann, H. & Wein­ber­ger, A. (Hg.): Ler­nen mit Bil­dungs­tech­no­lo­gien. Sprin­ger: Deutsch­land.

Rosen­baum, L. (2018): „You­tube – Lehr­vi­deos zu einem inter­ak­ti­ven Lern­erleb­nis wei­ter­ent­wi­ckeln“ In: Blog E‑Learning Zen­trum Hoch­schule für Wis­sen­schaft und Recht Ber­lin. URL: https://blog.hwr-berlin.de/elerner/youtube-lernvideos-zu-einem-interaktiven-lernerlebnis-weiterentwickeln/ (abge­ru­fen am 15.03.2022).


Die­ser Arti­kel von Fran­ziska Bock und Sönke Hahn ist – sofern nicht anders an ein­zel­nen Inhal­ten ange­ge­ben – lizen­ziert unter CC BY 4.0


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